POESIEGESPRÄCH: Hwang Yuwon & Kim Hyun

Blätter für zwei Personen

19.7.2024, 15:30

Atelierraum | 7/5 € Tickets

Zwei aufregende Stimmen aus Korea sind in diesem Poesiegespräch zu entdecken: Beide sind Lyriker, die sich in ihrem Schreiben einfachem Entziffern entziehen und eintauchen in schönste, dichteste Verwirrung.

Die Gedichte von Hwang Yuwon (geboren 1982 in Ulsan, Südkorea) sind über-reale Wanderungen zwischen Groteske und Diskurs. Hwang selbst nennt sie „real time poems“: Live-Verschränkungen von Innen und Außen. Rhythmus und Repetition bilden einen Faden, an dem poetische Bilder hängen, pendeln, kollidieren. Hwang hat vier Gedichtbände veröffentlicht, zuletzt “하얀 사슴 연못”(„White Deer Lake“, Changbi Publishers 2023). Eine Auswahl auf Englisch erschien 2019 in der Vagabond Press. Hwang selbst übersetzt u. a. Anne Carson, Bob Dylan und William Carlos Williams ins Koreanische.

Kim Hyun (geboren 1980 in der Region Cheorwon, Südkorea) debütierte 2014 mit „Glory Hole“, der ersten offen queeren Gedichtsammlung Südkoreas. Seither hat er drei weitere Gedichtbände veröffentlicht, dazu zahlreiche Essaysammlungen. Er ist Mitautor einer feministischen und einer queeren Romansammlung und Herausgeber einer queeren Anthologie für junge Erwachsene. Kim Hyuns Gedichte, schreibt Areeb Ahmad auf dem Blog des Magazins „Asymptote“, seien „Hymnen auf eine gelebte, viszerale Queerness, die die hohle Ästhetik eines sterilen Handwerks mühelos transzendiert und dabei das Leben in all seiner Pracht verkörpern will“.

 

Hwang Yuwon und Kim Hyun im Gespräch mit Sool Park und Sung Un Gang

Die Veranstaltung wird koreanisch-deutsch gedolmetscht.

Deutsche Übersetzungen der Gedichte liegen in Form eines Readers vor. Es wird keine englische Übersetzung angeboten.

Projektleitung: Alexander Gumz

Literature Translation Institute of Korea. Das poesiefestival berlin ist ein Projekt des Haus für Poesie in Kooperation mit dem silent green Kulturquartier und der Akademie der Künste und wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.