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Literaturexpress Europa. Re:Writing a Myth

Findet im September statt!

Mit den DichterInnen Ana Luísa Amaral (PRT), Juri Andruchowytsch (UKR), Anna Davtyan (ARM), Marija Dejanović (HRV), Aslı Erdoğan (TUR/DEU, angefragt), Tatiana Faia (PRT/GBR), László Garaczi (HUN), Anne Haverty (IRL), Þórdís Helgadóttir (ISL), Felicitas Hoppe (DEU), Konstantina Korryvanti (GRC), Mariët Meester (NLD), Astra Papachristodoulou (GRC/GBR), Glenn Patterson (IRL), Alberto Porlan Villaescusa (Kastilien, ESP), Dubravka Ugrešić (NLD/HRV), Tomasz Różycki (POL), Galina Rymbu (RUS), Aleš Šteger (SVN), Nenad Veličković (SRB), Christina Viragh (HUN/CHE)

Im Jahr 2000 reisten über hundert AutorInnen aus 43 europäischen Ländern sechs Wochen lang über den Kontinent – eine Arbeits- und Lesereise quer durch Europa. Es war, nach den Umbrüchen und Konflikten der Neunziger Jahre, auch eine Reise des Aufbruchs. 13 DichterInnen aus diesem Projekt sind nun zwanzig Jahre später eingeladen, eine essayistisch-poetische Neubearbeitung des Mythos vom „Raub der Europa“ zu verfassen. So anschlussfähig für aktuelle feministische, antipatriarchale, antikolonialistische oder kapitalismuskritische Diskurse, so vieldeutig und veränderlich wie die Geschichte der Entführung Europas durch Zeus sind gegenwärtig nur wenige antike Mythen. Den Beiträgen sind sieben Stimmen aus der jüngeren DichterInnengeneration zur Seite gestellt, die den Mythos ebenfalls umschreiben. Ist das große utopische Versprechen eines gemeinsamen europäischen Raums bereits Ernüchterung und Verdruss gewichen? Welche hoffnungsspendenden poetischen Erzählungen, welche widerständigen Gegenmythen lassen sich dem Ende der Illusionen heute entgegensetzen? Mitte September gibt es zwanzig Antworten darauf zu lesen: online auf www.poesiefestival.org.

Projektleitung: Felix Schiller, Matthias Kniep

Literaturexpress wird freundlich unterstützt vom Goethe-Institut Madrid, der Botschaft von Portugal, der Stiftung Preußische Seehandlung und dem Slowenischen Kulturinstitut.