Radna Fabias

© Bianca Sistermans

Radna Fabias wurde 1983 auf Curaçao geboren, ist dort aufgewachsen und kam im Alter von 17 Jahren in die Niederlande. Sie studierte an der Universität der Künste in Utrecht und gab 2018 mit dem Band „Habitus“ über eine Frau zwischen zwei Welten ihr lyrisches Debüt. Die Kritiker erklärten diese Gedichtsammlung umgehend zum Meisterwerk und Radna Fabias erhielt dafür fast alle wichtigen Poesiepreise in den Niederlanden und Belgien, darunter den C. Buddingh’-Preis für das beste Debüt, den Herman de Coninck-Preis und den Grote Poëzieprijs. „Habitus“ wurde ins Englische, Französische, Spanische und Arabische übersetzt. In der deutschen Übersetzung von Stefan Wieczorek wird der Band 2022 im Elif Verlag erscheinen.
Die Gedichte überraschen mit einer großen stilistischen Bandbreite. Ihre beeindruckenden und detailreichen Bildwelten transportieren zugleich die Kehrseite des Schönen. Sie beleuchten sowohl kritisch als auch ironisch Fragen von Identität, Körper, Weiblichkeit, Herkunft und Bestimmungsort und die Rolle als Migrantin in den Niederlanden. Radna Fabias ist die niederländische Übersetzerin der britischen Dichterin Warsan Shire und der Literaturnobelpreisträgerin Louise Glück.

Veröffentlichung:
Habitus. Gedichte, De Arbeiderspers, 2018.

 

Festival-Beiträge

UNERHÖRTE POESIE: DAS SCHWARZE EUROPA

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Initiiert und kuratiert von dem Schriftsteller Fiston Mwanza Mujila in Zusammenarbeit mit dem Haus für Poesie, erscheint im Sommer 2021 im Wunderhorn Verlag eine Anthologie, die 33 schwarze europäische DichterInnen in deutscher Übersetzung versammelt. Die Anthologie stellt die Texte in einen gemeinsamen Kontext, der sich nicht auf das Schwarzsein beschränkt. Vier in der Anthologie vertretene DichterInnen kommen beim poesiefestival berlin zusammen.

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