Ernest Wichner

© Mircea Struteanu

Ernest Wichner (geboren 1952 in Guttenbrunn, Banat, Rumänien) lebt seit 1975 in Deutschland, seit 1967 in Berlin. Er ist seit 1988 tätig im Literaturhaus Berlin, seit 2003 und bis Ende 2017 als dessen Leiter.  Darüber hinaus ist er Autor von Gedichtbänden und Erzählungen sowie Herausgeber und Übersetzer, vor allem aus dem Rumänischen. Zusammen mit Herbert Wiesner kuratierte er Ausstellungen und Ausstellungsbücher zu literaturhistorischen Fragen und Einzelautoren, darunter die Ausstellung „In der Sprache der Mörder. Eine Literatur aus Czernowitz, Bukowina“ und die dazu gehörenden Bücher“ Isak Weißglas: Steinbruch am Bug. Bericht einer Deportation nach Transnistrien“ sowie „Der Nerv. Eine expressionistische Zeitschrift aus Czernowitz“. 2020 erhielt er den Johann Heinrich Voss Preis für Übersetzung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Veröffentlichungen:
bin ganz wie aufgesperrt, Wunderhorn, 2010.
Neuschnee und Ovomaltine, hochroth, 2010.
Rückseite der Gesten, Zu Klampen, 2003.
Steinsuppe, Suhrkamp, 1988.

Auszeichnungen (Auswahl):
2020: Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung
2007: Anerkennungspreis des Zuger Übersetzerstipendiums
2005: Preis der Stadt Münster für Europäische Poesie zusammen mit Daniel Banulescu
1991: Förderpreis zum Andreas-Gryphius-Preis
1987: Förderpreis zum Marburger Literaturpreis

Festival-Beiträge

SPRACHARCHIPEL III

Minderheiten, Sprachen und Repräsentationen in Rumänien

⇒ Tickets 3€ | Festivalpass 19€ 

Zusammen mit den rumänischen LyrikerInnen und im politischen Schreiben profilierten BürgeraktivistInnen Radu Vancu, Claudiu Komartin und Teodora Coman geht der rumäniendeutsche Schriftsteller Ernest Wichner der Frage nach, wie es um die Minderheitensprachen in Rumänien vor und nach 1990 (u.a. Ukrainisch, Ungarisch, Romanes und Russisch) angesichts nationalkonservativer Tendenzen in Politik und Gesellschaft bestellt ist.

Radu VancuClaudiu KomartinTeodora ComanErnest Wichner