Claudiu Komartin

© Alberto Groșescu

Claudiu Komartin (geboren 1983 in Bukarest, Rumänien) debütierte 2003 mit dem Gedichtband „Păpușarul și alte insomnii” (Der Puppenfabrikant – bzw. -spieler – und andere Schlaflosigkeiten), worauf „Un anotimp în Berceni” (Eine Jahreszeit in Berceni), Cobalt, Dezmembrați (Die Zergliederten) und die Anthologie „Maeștrii unei arte muribunde” (Meister einer sterbenden Kunst) folgten. Dafür wurde er mit mehreren Preisen geehrt: u.a. mit dem Lyrikpreis der rumänischen Akademie und dem Preis des rumänischen PEN-Clubs. Seine Gedichtbände liegen auf Deutsch, Serbisch, Tükisch und Bulgarisch vor. Als Herausgeber und Verleger hat er bisher mehr als hundert Bücher und Anthologien verantwortet, als Übersetzer elf Lyrik- und Prosabände und als Theatermacher zwei Stücke mit Uraufführungen 2008 resp. 2010. Er organisiert seit 2009 den Lektürekreis Institut Blecher und ist seit 2010 Chefredakteur der Kulturzeitschrift Poesis International (26 Nummern und über 5000 Seiten Lyrik, Prosa und Essays aus der ganzen Welt) und des Verlagshauses Max Blecher.

Veröffentlichungen:
Und wir werden die Maschinen für uns weinen lassen, Ü: Georg Aescht, Edition Korrespondenzen, 2012.
Maeștrii unei arte muribunde (Meister einer sterbenden Kunst), Cartier, 2017.
Cobalt (Kobalt), Max Blecher, 2013.
Un anotimp în Berceni (Eine Jahreszeit in Berceni), Cartier, 2009.
Circul domestic (Der häusliche Zirkus), Cartea Romanească, 2005.
Păpușarul și alte insomnii (Der Puppenfabrikant – bzw. -spieler – und andere Schlaflosigkeiten), Edition Vinea, 2003.

Auszeichnungen:
2018: Preis des rumänischen PEN
2017: George Bacovia-Nationalpreis
2005: Mihai-Eminescu-Preis der Rumänischen Akademie
2003: Mihai-Eminescu-Nationalpreis für ein Lyrikdebüt

Festival-Beiträge

SPRACHARCHIPEL III

Minderheiten, Sprachen und Repräsentationen in Rumänien

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Zusammen mit den rumänischen LyrikerInnen und im politischen Schreiben profilierten BürgeraktivistInnen Radu Vancu, Claudiu Komartin und Teodora Coman geht der rumäniendeutsche Schriftsteller Ernest Wichner der Frage nach, wie es um die Minderheitensprachen in Rumänien vor und nach 1990 (u.a. Ukrainisch, Ungarisch, Romanes und Russisch) angesichts nationalkonservativer Tendenzen in Politik und Gesellschaft bestellt ist.

Radu VancuClaudiu KomartinTeodora ComanErnest Wichner